Custom ROM – Was? Wie? Warum eigentlich nicht?

Custom ROMs für Android eignen sich immer mehr als nette Alternative zu den Standard-ROMs der Smartphone-Hersteller. Weder Samsung, LG, Motorola noch HTC setzten bei ihren Geräten auf die unbearbeitete Form von Android. Wie am Beispiel von HTC mit der Oberfläche Sense gut zu sehen ist, verändern die meisten Hersteller die Oberfläche nach ihren eigenen Vorstellungen. Lediglich die Nexus-Geräte kommen ohne jegliche Modifizierungen auf den Markt. Da Android ein Open-Source-Betriebssystem ist, kann jeder der Spaß dran hat sein eigenes Betriebssystem basteln. Das schafft einen Markt für Entwickler, die uns mit alternativ modifizierten Betriebssystemen versorgen. Diese werden Custom ROM oder auch Firmware-Build genannt.

Damit wäre das Was? geklärt. Kommen wir zum Wie? Ein Custom ROM auf dem eigenen Smartphone zum laufen zu bringen ist mittlerweile ein Kinderspiel. Der Zeitaufwand beträgt bei neueren ROMs gute 30 Minuten. Bevor ihr ein Custom ROM aufspielt sollte ihr euch ausreichend mit der Thematik beschäftigen. Neben dem lesen von Artikeln wie diesem solltet ihr euch über mögliche Folgen erkundigen. Da für ein Custom ROM Root-Zugriffe benötigt werden, die direkt auf die Software und das Gerät zugreifen, gibt es möglicherweise Probleme mit der Garantie der Hersteller. Die eigentliche Installation geht leicht von der Hand. Dank des Internets findet man sehr gut beschriebene und leicht verständliche Anleitungen. Hierfür kann ich euch die Seite androidhilfe bestens empfehlen. Einfach euer Smartphone auswählen und unter dem Punkt Custom ROM nachschauen.

Warum eigentlich nicht? Die eigentlich entscheidende Frage. Wenn man sein Smartphone pushen möchte machen Custom ROMs durchaus Sinn. Ich selber habe meinen ersten Androiden, dass LG GW 620 mit Hilfe er wohl bekanntesten ROM, CyanogenMod, wieder auf Vordermann gebracht. Auf meinem aktuellen Motorola Defy habe ich das Custom ROM MIUI installiert. Dadurch hat das gute alte Gerät nochmal einen ordentlichen Schub bekommen und läuft besser als je zuvor. In letzterem Fall war es so, dass die Oberfläche von Motorola nur am haken war und die Bedienung überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Durch das MIUI ROM hat das Gerät nicht nur an Leistung gewonnen, auch rein optisch (eine Mischung aus Android und iOS) kann das modifizierte Betriebssystem überzeugen. Ein weiterer Vorteil von Custom ROMs ist die Aktualität. Meistens sind modifizierte Versionen immer auf dem neuesten Stand und erhalten ständig Updates, was man von den Standard-ROMs der Hersteller nicht unbedingt behaupten kann.

Bleibt eine letzte Frage, die ich für euch hier nicht beantworten kann. Custom ROM ja oder nein, was sagt ihr?

Über Ulrich Esch: Betreiber von techmedialife.de. Student im Bereich Technikjournalismus/PR mit Interesse an mobiler Technik, Social Media und PR. Auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden. Kontakt: kontakt@techmedialife.de