App.net: Die kostenpflichtige Twitter-Alternative

Mit App.net soll ein soziales Netzwerk geschaffen werden, das nicht durch Werbung, sondern durch die User selber finanziert wird. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Dollar und soll gewährleisten, dass die Wünsche der Nutzer und nicht der Werbetreibenden im Mittelpunkt stehen.

Der Grundgedanke macht Sinn: Bei sozialen Netzwerken steht früher oder später nicht mehr der Nutzer, sondern der Werbetreibende im Mittelpunkt. Um hier eine Lücke zu schließen hat Dalton Caldwell App.net konzipiert. Aufgrund des News-Feeds tritt App.net in direkte Konkurrenz zu Twitter, mit einem entschiedenen Unterschied.

Während Twitter oder auch andere soziale Netzwerke wie Facebook durch Werbung finanziert werden, soll App.net von den Nutzer selbst unterstützt werden. Caldwell ist der Meinung, dass dies den Vorteil hat, dass sich das soziale Netzwerk in erster Linie um das Wohlbefinden der User kümmert und nicht der Werbetreibende im Vordergrund steht.

Der erste Meilenstein ist bereits geschafft

Über ein Crowdfunding-Projekt wurde versucht, innerhalb von 30 Tagen von den Nutzern einen Betrag von 500.000 Dollar zu sammeln um App.net zu realisieren. Die Aktion läuft noch gut einen Tag, aber mittlerweile sind durch 9.500 User schon über 600.000 Dollar zusammen gekommen. Der Jahresbeitrag für die Nutzung von App.net liegt bei 50 Dollar. Einen ersten Eindruck von der Alpha-Version könnt ihr hier bekommen.

Eine Idee mit Zukunft?

Die entscheidende Frage bleibt natürlich, ob das Projekt Zukunft hat. Momentan bin ich noch nicht all zu optimistisch gestimmt. Die Idee und der Grundgedanke hinter dem Projekt sind gut, keine Frage. Das Problem wird wie immer das Geld sein. Man merkt zwar ein ständiges Umdenken bei Nutzern von sozialen Netzwerken, trotzdem würde ich nicht drauf spekulieren das User bereit sind einen Jahresbeitrag zu bezahlen, um einem sozialen Netzwerk beizutreten. Allein der Schritt von Facebook zu Google+ ist für viele zu umständlich. Als Grund wird eigentlich immer genannt, dass am Ende doch alles das selbe ist und die ganzen Freunde seien schließlich alle bei Facebook.

 

– via Netzwertig

 

Veröffentlicht von

Ulrich Esch

Über Ulrich Esch: Betreiber von techmedialife.de. Student im Bereich Technikjournalismus/PR mit Interesse an mobiler Technik, Social Media und PR. Auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden. Kontakt: kontakt@techmedialife.de

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